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FAQ – Häufige Fragen und unsere Antworten

  1. Wozu braucht man überhaupt einen KFZ-Sachverständigen?

Zur Feststellung der voraussichtlichen Schadenshöhe nach einem Verkehrsunfall
Zur Beweissicherung bei einem strittigem Unfallhergang
Zur Unfallrekonstruktion
Für technische Gutachten (Gebrauchtwagenkauf)
Zur Fahrzeugbewertung (Wertgutachten)
Für Oldtimer-Gutachten

  2. Wie teuer ist ein Gutachten von einem KFZ-Sachverständigen?

Die meisten KFZ-Sachverständigen rechnen auf Grundlage der ermittelten Schadenshöhe ab. Diese Abrechnung stellt sicher, dass das Gutachten auch bei kleinen Schäden bezahlbar bleibt. Der Preis für ein Schadensgutachten bei einer Schadenshöhe von 2.300,00 EUR liegt beispielsweise – je nach Aufwand und regionalen Gegebenheiten – zwischen 200,00 und 350,00 EUR. Hier sind allerdings sämtliche Nebenkosten (EDV-Kosten, Fahrtkosten, Porto, Telefon etc.) bereits enthalten. Der Preis für eine Gebrauchtwagenschätzung (gilt NICHT für Szene- oder Oldtimerfahrzeuge) liegt zwischen 50,00 und 130,00 EUR ohne Fahrkosten und/oder sonstigen Aufwand. Sie bezahlen also sehr wenig im Vergleich zu der Sicherheit, die Sie durch das Gutachten erhalten.

  3. Wer muss für die Kosten des KFZ-Gutachters aufkommen?

Bei einem unverschuldeten Unfall trägt der Schädiger – bzw. die eintretende Haftpflichtversicherung – grundsätzlich auch die Kosten des KFZ-Sachverständigen, da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Kosten für ein KFZ-Gutachten zum Schaden zählen, der dem Geschädigten zu ersetzen ist.

  4. Gibt es Ausnahmen von dieser „Kostentragungspflicht“?

Wenn ein Laie erkennen kann, dass der entstandene Schaden unter 500,00 EUR liegen wird, kann ein KFZ-Sachverständiger entbehrlich sein. In diesem Fall übernehmen Versicherungen die Kosten für das KFZ-Gutachten in der Regel nicht.

  5. Reicht es nicht, wenn die Versicherung des Unfallgegners einen eigenen KFZ-Sachverständigen mit der Schadensfeststellung beauftragt?

Wir raten Geschädigten dazu, stets auf die Einschaltung eines unabhängigen KFZ-Sachverständigen zu bestehen. Beauftragen Sie einen Sachverständigen Ihres Vertrauens, der sicherstellt, dass – neben dem reinen Blechschaden – auch die Wertminderung und der Nutzausfall korrekt ermittelt werden.

  6. Kann ich, bei einem einfachen KFZ-Schaden, nicht einfach einen Kostenvoranschlag von meiner Reparaturwerkstatt einholen? Das wäre doch kostengünstiger.

Geschädigte, die sich nur auf den Kostenvoranschlag ihrer Werkstatt verlassen, erleben sehr oft eine böse Überraschung. Der Kostenvoranschlag einer Werkstatt hat keine beweissichernde Funktion und meist fehlt zudem auch eine Aussage zur Wertminderung. Nur ein KFZ-Sachverständiger kann erkennen, ob es sich tatsächlich um einen sogenannten „einfachen Schaden" handelt. Häufig sind bei einem vermeintlich leichten Blechschaden tragende Teile beschädigt oder bei einem – auf den ersten Blick – sehr erheblichen Schaden fallen nur minimale Reparaturkosten an. Mit der Einschaltung eines qualifizierten unabhängigen KFZ-Sachverständigen gehen Sie auf Nummer sicher.

  7. Wie sieht es mit den Kosten für einen KFZ-Sachverständigen bei einem Kaskoschaden aus?

Bei einem Kaskoschaden schickt die Versicherung üblicherweise einen eigenen Sachverständigen. Falls Sie mit der Schadensfeststellung nicht einverstanden sind, besteht die Möglichkeit der Anrufung eines sogenannten Sachverständigenverfahrens. Bei einem Sachverständigenverfahren benennen beide Parteien jeweils einen KFZ-Sachverständigen sowie diese einen weiteren Sachverständigen als Obmann, der über die streitigen Punkte entscheidet. Einige Rechtsschutzversicherer, so z. B. der ADAC-Rechtsschutz, übernehmen die im Sachverständigenverfahren anfallenden Kosten.

  8. Immer wieder wird der Berufsstand der freiberuflichen KFZ-Sachverständigen durch die Medien angegriffen. Wie verteidigen sich seriöse Gutachter?

Sicherlich gibt es auch bei den KFZ-Sachverständigen, wie in jeder anderen Branche, schwarze Schafe. Dies wird bei den KFZ-Gutachtern dadurch begünstigt, dass es kein gesetzliches Berufsbild gibt. Ohne Sachverständige würde eine korrekte Schadensregulierung jedoch kaum möglich sein, Geschädigte, Werkstätten und Versicherungen wären einer erheblichen Betrugsgefahr ausgesetzt. Unser Berufsverband geht mit einem enormen Aufwand gegen unqualifizierte KFZ-Sachverständige und Sachverständigenorganisationen vor. Jeder Geschädigte hat zudem die Möglichkeit, durch die Auswahl eines seriösen KFZ-Gutachters unseriösen Anbietern keine Chance zu lassen.

  9. Es gibt so viele freie KFZ-Sachverständige auf dem Markt – woran erkennt man einen seriösen und qualifizierten KFZ-Sachverständigen?

Der Geschädigte sollte darauf achten, dass der Sachverständige KFZ-Meister, Karosseriebaumeister oder Diplom-Ingenieur ist. Anhaltspunkt für die Qualifikation kann auch die öffentliche Bestellung und Vereidigung durch eine IHK oder Handwerkskammer sein.

  10. Was empfehlen Sie als KFZ-Sachverständiger, der täglich mit Unfällen zu tun hat, wie soll man sich nach einem Unfall verhalten?

Nach einem Unfall ist das Wichtigste die „Ruhe zu bewahren". Verwahren Sie einen handlichen Unfallpass in Ihrem Fahrzeug, in dem Sie im Notfall alle Punkte in knapper Form nachlesen können. Lassen Sie sich nicht durch Unfallgegner, Polizei, Zeugen oder Versicherungen einschüchtern. Bestehen Sie auf die Einschaltung eines qualifizierten unabhängigen KFZ-Sachverständigen. Ausführliche Informationen finden Sie hier.